Die BiM-Linktipps der Woche #10

Martin Schleicher, bekannt als ‘der gesundheitswirt‘, sammelt für uns Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Internetmedizin und stellt uns die spannendsten Links zusammen. Jeden zweiten Dienstag frisch im BiM-Blog!

Nokia launcht E-Health-Portfolio im Sommer 2017

Die Produkte der Marke Withings kommen im Sommer 2017 unter der Marke Nokia neu in den Handel. Neben dem Rebranding der elektronischen Geräte von Withings steht ein Relaunch der Withings-App ‚Health Mate‘ im Fokus. Zudem will Nokia eine eigene Patient Care Platform ausrollen, die dem Austausch zwischen Arzt und Patient dient. Insbesondere die Therapie chronischer Erkrankungen wie Bluthochdruck soll mithilfe dieser Daten- und Monitoringplattform unterstützt werden. Weiterlesen →

Smartphone-gestützte Therapie: Neues E-Health-Angebot zur Behandlung von Magersucht

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz untersuchen, ob sich die Essstörung Magersucht mit Hilfe der Smartphone-App „Jourvie Research“ besser behandeln lässt. Diese App soll es Betroffenen erleichtern, ihr Essverhalten und die damit verbundenen Gefühle zu protokollieren. Zudem bietet sie ihnen in psychischen Krisen Tipps, um diese zu überwinden. Aktuell suchen die Wissenschaftler noch betroffene Mädchen zwischen 12 und 19 Jahren, die an der Studie teilnehmen möchten. Weiterlesen →

Googles Künstliche Intelligenz erzielt bessere Ergebnisse bei der Krebs-Erkennung als ein Pathologe

In den vergangenen Jahren kam Google bei der Forschung an der Künstlichen Intelligenz (KI) schon einen ganzen Schritt weiter, und hat immer wieder sinnvolle Anwendungsgebiete gezeigt. In einem jetzt veröffentlichten Whitepaper zeigen die Forscher, dass ein Teil der Künstlichen Intelligenz auch einen sehr wichtigen und schweren Job in der Medizin vereinfachen kann: Die Diagnose von Krebs. Weiterlesen →

Online-Praxis: Der heiße Draht zum Hausarzt

Sollen Ärzte Patienten online behandeln dürfen, die sie nie zuvor gesehen haben? In Baden-Württemberg wird das jetzt geprobt. Doch das Experiment mit dem digitalen Praxiszimmer rüttelt an einem Fundament. Manchmal braucht der Fortschritt eine Hintertür, um zu den Menschen zu gelangen. Das deutsche Gesundheitssystem ist so ein Fall. Und die Hintertür, das ist Baden-Württemberg, genauer gesagt: die Musterberufsordnung der dortigen Landesärztekammer, Paragraph 7 Absatz 4. Weiterlesen →

IHE-Plattform der AOK Nordost: „Wir kommen gut voran“

Im Frühsommer will die AOK Nordost mit ihrer neuen elektronischen Patientenakte an den Start gehen. Die Vorbereitungen für den Launch laufen auf Hochtouren. Ergänzt werden soll die Online-Akte durch eine dezentrale Anbindung von Leistungserbringern wie den Sana- und Vivantes-Kliniken über ein IHE-Netzwerk. Weiterlesen →


Geschrieben von am 7. März 2017
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Fernbehandlung – Innovationshürde? E-HEALTH-COM Ausgabe 04/2016

Vertreter der Internetmedizin sind mit den Erläuterungen der BÄK zur Fernbehandlung (noch) nicht zufrieden. Ein Anstoß zur Diskussion über Potenziale telemedizinischer Anwendungen.

Text: RA Sebastian Vorberg, Bundesverband Internetmedizin e.V.

  • Heute kommt der Arzt auch in seiner Praxis kaum noch um Fernbehandlungen herum
  • Fernbehandlung ist eine neue Methode, die vom Arzt eingesetzt werden muss, um eine optimale Medizin zu gewährleisten

http://www.e-health-com.eu/aktuelle-ausgabe/


Geschrieben von am 29. Juni 2016
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Bundesverband Internetmedizin (BiM) fordert geregelte Zulassung der Fernbehandlung

Hamburg (13. April 2016) Die Telemedizin gewinnt zunehmend an Bedeutung für eine wohnortnahe und sichere Versorgung. Ein gesetzliches Verbot von Arzneimittelverordnungen im Rahmen der Fernbehandlung greift unnötigerweise in die ärztliche Therapiefreiheit ein und verhindert einen zeitgemäßen Ausbau einer bedarfsgerechten telemedizinischen Infrastruktur und Versorgung.

Die Fernbehandlung ist in Deutschland in den Berufsordnungen der Landesärztekammern  geregelt. Dort ist festgelegt, dass eine ärztliche Behandlung ausschließliche über Telekommunikationsmedien nicht zulässig ist. Damit ist es in Deutschland tätigen Ärzten nur eingeschräkt gestattet, Patienten ausschließlich telemedizinisch zu behandeln.

Der Gesetzgeber plant nun mit dem vierten Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften, die Abgabe von Arzneimitteln zu verbieten, wenn der Verordnung nicht ein direkter Kontakt mit dem verordnenden Arzt voran gegangen ist. Die berufsrechtliche Reglementierung der ausschließlichen Fernbehandlung  würde so im Arzneimittelgesetz sogar noch verschärft werden und die Kontrolle der abgebenden Stelle, nämlich die Apotheke, übertragen. Aus Sicht des BiM ist die Definition von Behandlungsstandards ärztliche Aufgabe. Außerdem muss bei den ständig wachsenden Möglichkeiten der Telemedizin auch die Entscheidung, ob und wann ein physischer Arztbesuch notwendig ist, dem Arzt überlassen bleiben. Daher ist es weder sinnvoll, dass der Gesetzgeber hier in eine originäre Aufgabe der ärztlichen Selbstverwaltung eingreift, noch, dass Apotheker in die Pflicht genommen werden, ärztliche Verordnungen im Hinblick auf deren Zustandekommen zu überprüfen.

In anderen europäischen Ländern ist die Fernbehandlung unter definierten Bedingungen erlaubt. Die Schweiz ermöglicht nicht nur das Angebot von Telekonsultationen unter Einschluss von Arzneimittelverschreibungen. Vielmehr werden Telekonsultationen dort von den Kostenträgern durch Prämienreduzierungen sogar aktiv gefördert. In Einklang mit dem Schweizer Rechtsrahmen erbringt das Schweizer Zentrum für Telemedizin Medgate, einer der europaweit führenden Telemedizin-Anbieter, monatlich ca. 16.000 Telekonsultationen, die auch die Verschreibung von Arzneimitteln umfassen. Großbritannien überlässt die Entscheidung über das geeignete Kommunikationsmedium dem behandelnden Arzt. Und auch in skandinavischen Ländern wird die Patientenversorgung in entlegenen Gebieten durch telemedizinische Angebote ergänzt – auch anstelle des persönlichen Arzt-Patienten Kontakts.

Dass die ärztliche Selbstverwaltung in Deutschland die Möglichkeiten der Fernbehandlung nach wie vor pauschal einschränken will und in ihrem Berufsrecht reglementiert, ist vor diesem Hintergrund bereits diskussionswürdig. Eine gesetzliche Festschreibung des Arztbesuches vor jeder Arzneimittelverordnung im Arzneimittelrecht würde dieses Verbot jedoch wenig zeitgemäß zementieren. Das wäre paradox, hat die Bundesregierung doch gerade vor einem halben Jahr ein Gesetz zur Einführung von digitalen Anwendungen im Gesundheitswesen verabschiedet. Das E-Health Gesetz sieht sogar die Einführung einer Videosprechstunde vor. Aus Sicht des BiM Ärzte die Möglichkeit haben, im Rahmen einer Videosprechstunde Patienten auch zu behandeln. Ohne diese Möglichkeit verkümmert die Videosprechstunde zu einer reinen Beratungsinstitution, die nicht zur bedarfsgerechten Versorgung beitragen kann.

Die Bundesregierung begründet ihren Gesetzesentwurf mit dem Schutz der Patienten vor Fehldiagnosen. Beispiele aus dem Ausland zeigen jedoch, dass eine sinnvolle Regulierung der Fernbehandlung den Patientenschutz ebenso gewährleistet und gleichzeitig Ärzten und Patienten die Möglichkeit eröffnet, das geeignete Medium zur Behandlung selbst zu definieren. Auch verkennt die Regierung die noch gar nicht abschließend erkennbaren Chancen der Medizin unabhängig von Ort und Zeit und verbaut diese schon bevor sie entstehen können. Um Patienten vor unseriösen Angeboten zu schützen, sollte die Bundesregierung anstelle eines radikalen Verbots gemeinsam mit Ärzten und Anbietern telemedizinischer Leistungen geeignete Qualitätskriterien definieren, die eine hochwertige Fernbehandlung sicherstellen. Dazu gehört, dass bei einer Fernbehandlung ein qualifizierter (Fach-)Arzt den Patienten behandelt. Ebenso können Indikationen definiert werden, in denen eine Fernbehandlung möglich ist. So könnte man sich den neuen Herausforderungen der Fernbehandlung stellen und die möglichen Chancen fördern.

Ein europäisches Zertifizierungsverfahren für Telemedizin-Anbieter könnte ebenso zur Patientensicherheit beitragen. Zudem würde es gewährleisten, dass auch nicht-deutsche Telemedizin-Anbieter aus dem EU-Ausland den Qualitätsanforderungen genügen. Steigt die deutsche Bundesregierung in einen solchen Dialog ein, statt ein Verbot umzusetzen – das zudem auch aus europarechtlicher Perspektive äußerst fragwürdig ist – ebnet sie den Weg in ein bedarfsgerechtes, ein patientenorientiertes, digitales Gesundheitswesen. Der BiM würde es begrüßen, den gerade angestoßenen Prozess der Digitalisierung weiter zu verfolgen und fordert die Bundesregierung dazu auf, das geplante Verbot von Fernrezepten nicht umzusetzen, sondern sich der Herausforderung zu stellen, die das digitale Zeitalter auch an Gesundheitslösungen stellt.

 

Der Bundesverband Internetmedizin (BiM) setzt sich dafür ein, dass in Deutschland die Internetmedizin mit allen Beteiligten und insbesondere mit dem kostbaren Know-how und der Unabhängigkeit der approbierten Ärzte voran gebracht werden kann. BiM bietet dazu Leistungserbringern, Kostenträgern und Anbietern von internetmedizinischen Leistungen eine Plattform in unmittelbarem Zusammenwirken mit der Ärzteschaft.

-> Download pdf PM_BIM_Fernbehandlung

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Kontakt:

Bundesverband Internetmedizin e.V.

RA Sebastian Vorberg,
Telefon: +49 (0)40-44140080

Email: presse@bundesverbandinternetmedizin.de


Geschrieben von am 13. April 2016
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FERNBEHANDLUNG UND ONLINE-REZEPT IN DEUTSCHLAND UMFASSEND ERLAUBT!

Datenschutz in der Medizin.

Die Fernbehandlung ist in den letzten Monaten in Deutschland angekommen. So gibt es inzwischen zahlreiche Angebote von Ferndiagnosen und Fernsprechstunden über das Internet. Zurecht drängt sich die Frage auf, ob denn das Berufsrecht in Deutschland außer Kraft gesetzt oder geändert wurde?

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Geschrieben von am 17. September 2015
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