Die BiM-Linktipps der Woche #16

Martin Schleicher, bekannt als ‘der gesundheitswirt‘, sammelt für uns Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Internetmedizin und stellt uns die spannendsten Links zusammen. Jeden zweiten Dienstag frisch im BiM-Blog!

Startupbootcamp startet seinen ersten Digital Health Accelerator in Europa

Startupbootcamp, ein globales Netzwerk von Industrie-spezifischen Startup-Acceleratoren, hat seinen ersten Digital Health Accelerator in Europa geöffnet. Startups weltweit mit Fokus auf ‚behavior change’, ‚diagnostics & genomics’ oder ‚big data & analytics’ können sich für das dreimonatige Intensivprogramm bewerben, das am 7. November 2016 startet. Zehn herausragende Teams erhalten jeweils 15.000 Euro, frei nutzbare Coworking Büroplätze im Rainmaking Loft Berlin sowie exklusiven Zugang zu einem auf die Gesundheitsindustrie spezialisierten Mentoren-Netzwerk. Weiterlesen →

Patienten wollen Zugang zu ihren Gesundheitsdaten

Neun von zehn Bundesbürgern (87 Prozent) wollen direkten Zugang zu ihren persönlichen Gesundheitsdaten haben, die in Arztpraxen, Kliniken oder anderen Gesundheitseinrichtungen anfallen. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Bitkom ergeben. „Die Daten von Patienten liegen jedoch an den unterschiedlichsten Stellen und es ist für die Behandelten nicht immer leicht, überhaupt an sie heranzukommen“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Weiterlesen →

conhIT 2016: AppCircus sucht die beste Gesundheits-App

Die zehn Finalisten des internationalen Wettbewerbs für Gesundheits- und Medizin-Apps stehen fest. Der Live-Pitch findet am 20. April 2016 um 14:00 Uhr auf der „mobile health ZONE“-Bühne der conhIT statt. Der Gewinner erhält eine Nominierung für die Mobile Premier Awards, dem weltweit größten App-Showcase auf dem „Mobile World Congress“ in Barcelona. Weiterlesen →

Erste private Krankenversicherung übernimmt Kosten für Tinnitus-Therapie-App „Tinnitracks“

Als erstes privates Krankenversicherungsunternehmen in Deutschland übernimmt AXA künftig die Kosten für die Therapie-App „Tinnitracks“. Krankenvollversicherte Kunden von AXA, die unter Tinnitus leiden, können die digitale Lösung als zusätzliche Behandlungsoption bei Tinnitus nutzen, ohne die Kosten selbst tragen zu müssen. Das Versorgungsangebot ist ab dem 16. Mai 2016 verfügbar. Weiterlesen →

Handelsblatt und Techniker Krankenkasse starten Health-i Initiative

Die neue Initiative besteht aus einem Award, einem Innovationstag mit Startups, Campus Events an deutschen Hochschulen sowie einem Board mit rund 50 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Meinung. Das Ziel ist es, die besten Innovationen und Ideen für ein vernetztes, zukunftsorientiertes Gesundheitswesen aufzuspüren und die zentralen Fragen und Herausforderungen zu diskutieren. Höhepunkt ist die Verleihung des Health-i Awards am 10. November 2016, mit dem Ideen, Projekte und Produkte in den drei Kategorien „Studenten“, „Startups“ und „Unternehmen“ ausgezeichnet werden. Interessenten können sich bis zum 30. Juni 2016 unter www.health-i.de bewerben. Weiterlesen →

Gesundheit ist Teamsache: MyTherapy-App mit neuer Team-Funktion

Medikamente richtig und regelmäßig einzunehmen ist nicht immer einfach – aber ausschlaggebend für den Therapieerfolg. Daher setzen viele auf die Hilfe ihres direkten Umfelds: Eine Studie unter MyTherapy Nutzern hat gezeigt, dass sich jeder Dritte zusätzlich zur App von seiner Familie an die Einnahme seiner Medikamente erinnern lässt. Mit der neuen Team-Funktion der MyTherapy-App wird das jetzt noch einfacher: Der Nutzer kann sich innerhalb der App mit seiner Familie verbinden und seine Medikation mit ihr teilen. Dadurch hat die Familie einen Überblick über die genommenen Medikamente, kann den Nutzer zur regelmäßigen Einnahme motivieren und ihn daran erinnern. Weiterlesen →


Geschrieben von am 19. April 2016
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Die BiM-Linktipps der Woche #51

Martin Schleicher, bekannt als ‘der gesundheitswirt‘, sammelt für uns Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Internetmedizin und stellt uns die spannendsten Links zusammen. Jeden zweiten Dienstag frisch im BiM-Blog!

Viele Medical Apps sind unsicher – ePrivacy-Studie weist deutliche Mängel bei Datensicherheit und Datenschutz nach

Zwischen August und November 2015 führte das Unternehmen ePrivacy umfangreiche Laboruntersuchungen durch, bei denen der Schutz und die Sicherheit von Daten bei rund 140 Medical Apps aus dem Bereich E-Health analysiert wurden. Die Prüfungen bezogen sich u.a. auf die Verfügbarkeit der Datenschutzerklärung, den Einsatz von SSL-Verschlüsselung und anderen Sicherheitsmaßnahmen, die Analyse des ein- und ausgehenden Datenverkehrs und Social Engineering. Die Ergebnisse sind niederschmetternd und weisen auf einen dringenden Handlungsbedarf bei Anbietern von Medical Apps hin. Weiterlesen →

10-Punkte-Agenda: Berlin auf dem Weg zur Digitalen Hauptstadt

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat eine 10-Punkte-Agenda vorgestellt, mit der Berlin zur digitalen Hauptstadt gemacht werden soll. In zwei Punkten des Programms kommt das Thema E-Health vor: 1. Berlin schafft 30 neue IT-Professuren (u.a. zum Thema E-Health und Smart Medical Data) und 5. Der Wissenschaftsstandort Berlin stärkt seine E-Health-Kompetenz (Aufbau der digitalen Patientenakte, internationale Stärkung der Berliner Gesundheitswirtschaft). Weiterlesen →

Google Life Sciences wird unter Alphabet jetzt zu Verily

In einem Video hat Google die Umbenennung seiner Abteilung für Life Sciences verkündet: Im Gefüge der neu gegründeten Alphabet-Holding soll die Abteilung jetzt unter dem Namen Verily als unabhängiges Medizinforschungsunternehmen geführt werden. Das interdisziplinäre Ziel bleibt nach wie vor, Zeichen von Krankheit, aber auch von Gesundheit besser identifizieren zu können. Weiterlesen →

hub conference 2015: Game-Changing in Healthcare

Auf der hub conference in Berlin wurden mehrere Sessions zum Thema Digital Health angeboten. Die Diskussionsrunde „Game-Changing in Healthcare“ mit Johannes Jacubeit (connected-health), Max Müller (DocMorris) und Florian Weiß (Jameda), moderiert von Min-Sung Sean Kim (XLHEALTH), beschäftigte sich mit der Frage „Wie werden digitale Gesundheitsinnovationen die Beziehung zwischen Patienten und Ärzten oder Patienten und Apothekern verändern?“. Weiterlesen →

Medizin-Apps: So funktioniert der Gesundheits-Check per Smartphone

Apps erobern die Medizin – sogar bei schwersten Leiden wie Krebs oder Aids sollen die digitalen Heiler helfen. Was fehlt, ist Orientierung. Um sich dennoch im App-Dschungel zurechtzufinden, helfen drei Fragen: Wie gut ist das medizinische Konzept der Gesundheits-App? Wer ist der Anbieter? Was passiert mit den Daten? Weiterlesen →


Geschrieben von am 16. Dezember 2015
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Die BiM-Linktipps der Woche #49

Martin Schleicher, bekannt als ‘der gesundheitswirt‘, sammelt für uns Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Internetmedizin und stellt uns die spannendsten Links zusammen. Jeden zweiten Dienstag frisch im BiM-Blog!

Ärzte wünschen sich Innovationen bei Therapiebegleitprogrammen

Viele Pharmaunternehmen bieten ihren Patienten sogenannte Begleitprogramme zur Therapieunterstützung an. Das Ziel: Die Sicherstellung des Therapieerfolgs durch eine Unterstützung der Adhärenz, also der tagtäglich verordnungsgemäßen Medikamenteneinnahme. Doch entsprechen diese Programme den Bedürfnissen der Praxis? Und ist das quartalsweise Telefonat im Jahr 2015 noch zeitgemäß? In einer Studie mit 100 Neurologen ist smartpatient diesen Fragen nachgegangen. Das Ergebnis: Die Ärzte schätzen die Initiative der Industrie als grundsätzlich hilfreich ein, sehen aber großes Verbesserungspotenzial. Weiterlesen →

Talkitt gewinnt MEDICA App COMPETITION

Im Rahmen der Medica 2015, der weltgrößten Medizinmesse, wurde bereits zum vierten Mal der Wettbewerb „MEDICA App COMPETITION“ um die beste Medical App ausgetragen. Diesjähriger Sieger ist die App „Talkitt“ des israelischen Entwicklerteams Voiceitt. Die App richtet sich an Menschen mit Sprach- und Stimmproblemen und ermöglicht eine bessere Verständigung. Auf dem zweiten Platz landete die App „Smoke Watchers“ aus Frankreich und auf dem dritten Platz die Medical App „MobileODT“ zusammen mit einem Kamera-Spezialaufsatz. Weiterlesen →

Tinnitracks kooperiert mit Fraunhofer IDMT und setzt Individualisierung der Therapie-App fort

Tinnitracks hat auf der Medica seine Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT vorgestellt. Damit soll die digitale Tinnitus-Therapie aus Hamburg noch stärker an die individuellen Wünsche und Bedürfnisse von Betroffenen angepasst werden. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die technologische Therapievoraussetzung für Tinnitus-Patienten, die zusätzlich eine Hörminderung haben, durch eine individuelle Hörunterstützung zu verbessern. Weiterlesen →

Die Finalisten des Innovators‘ Pitch stehen fest

Neun Startups werden am 10. Dezember ihr Geschäftsmodell und ihre Technologie vor dem Publikum der hub conference in Berlin präsentieren. Je drei Minuten bleiben ihnen dabei, eine Expertenjury zu überzeugen, die über insgesamt 15.000 Euro Preisgeld entscheidet. In der Kategorie „Health“ stehen die Startups Medexo, Mimi und VivoSensMedical mit OvulaRing im Finale. Weiterlesen →

Medexo sichert sich Wachstumskapital in Höhe von 1,25 Millionen Euro

Das Berliner Digital Health Startup Medexo stellt mit frischem Wachstumskapital in Höhe von 1,25 Millionen Euro die finanziellen Weichen für eine internationale Skalierung. Philipp Graf von Hardenberg unterstützt mitsamt dem thailändischen Sport- und Gesundheitsunternehmen Thanyapura die Pioniere. Medexo unterstützt Patienten bei der Therapieauswahl durch eine Online-Zweitmeinung. Weiterlesen →

Digital Health Storymap: Ein neues Tool, um digitale Gesundheitsinnovationen zu entdecken

Healthware International und XLHEALTH haben sich zusammengetan, um eine Lösung zu entwickeln, mit der sich Verbraucher bei der steigenden Zahl an Gesundheits-Startups und deren Lösungen besser zurechtfinden. Das Ergebnis: Die Digital Health Storymap. In einfacher Art und Weise können sich die Nutzer durch die digitalen Gesundheitslösungen navigieren und diese entdecken. Vorgestellt wurde die Storymap bei den Digital Health Days in Stockholm. Weiterlesen →


Geschrieben von am 1. Dezember 2015
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IIHC und re-publica: Aufbruch in eine neue Welt

Das Frühjahr ist traditionell Kongresssaison, und auch zum Thema Internetmedizin gab es kürzlich zwei wichtige Veranstaltungen. Den Auftakt machte die „Innovations & Investments in Healthcare“, kurz IIHC, im Hotel Adlon in Berlin. Veranstalter Roman Rittweger, Unternehmensberater und Gründer der Münchner Advisors in Healthcare GmbH, versammelte bereits zum zweiten Mal Unternehmer, Entwickler und Entscheider der Gesundheitsbranche zu einem Symposium, dessen Ziel es ist, Innovatoren und Ideenhaber mit Investoren und Kooperationspartnern zu vernetzen.

Das internationale, bunt gemischte Publikum präsentierte und diskutierte zwei Tage über innovative, größtenteils webbasierte Lösungen die deutlich machen, wie groß mittlerweile die technischen und kreativen Möglichkeiten geworden sind. Aber so groß das Potential, so groß ist auch nach wie vor das Abwehrverhalten der bestehenden Gesundheitssysteme – nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus vielen anderen Ländern berichteten die Teilnehmer, dass ihnen ihre Arbeit oft durch hemmende Gesetze und Regularien, aber auch Abwehrverhalten traditioneller Gesundheitsplayer schwer gemacht wird. Dennoch gab es auch Erfolgsmeldungen – Klaus Juffernbruch, Director Healthcare bei Cisco Systems, berichtete von den positiv verlaufenden Bemühungen seines Unternehmens, eine Strategie für intelligente Netzwerke zu entwickeln. Cisco arbeitet mit mehreren Ministerien daran, Erkenntnisse aus der Analyse von Big Data zu ziehen. Dies würde, so Juffernbruch, die Visualisierung der Daten für Patienten erleichtern. Die Forderung nach Innovationen durch den Patienten würde sich erhöhen und damit gleichzeitig Druck auf die Schnittstellenproblematik ausgelöst werden.

Neben politischen Hürden und nicht kompatiblen Schnittstellen stand vor allem die Forderung nach einer „Humanisierung“ der digitalen Medizin im Vordergrund – denn: Patienten interessiere nur der Outcome, nicht die Technologie.

Innovation braucht Kapital und Talent

Interessante Einblicke bot auch die Diskussionsrunde zum Thema Investment. Halle Tecco hat als Gründerin und CEO des Start-Up Inkubators Rock Health schon vielen guten Ideen ins Leben geholfen. Neben Kapital stellt Rock Health aber vor allem Coaching und eine unternehmerische Infrastruktur, bis hin zu Räumlichkeiten und Telefonanschluß, zur Verfügung. Der Grund, warum Gesundheitswesen und Talent selten zusammenfinden ist aus Sicht von Tecco in den unterschiedlichen Herangehensweisen zu finden – die Gesundheitsbranche ist ein verhältnismässig geschlossenes System, in dem ein Vorankommen meist nur mit einer umfangreichen wissenschaftlichen oder ökonomischen Ausbildung möglich ist. Wirklich innovative Geister hielten sich aber häufig damit nicht auf. Halle Tecco hat sich deshalb mit Rock Health das Ziel gesetzt, Talente aufzuspüren, die normalerweise vom Markt übersehen werden.

Einen andere Anregung hatte Melinda Nicci von Ariadne Capital – um Innovationen ins System zu bringen, sei es unabdingbar, dass etablierte, große Konzerne mit kleinen, meist agileren und innovativeren Unternehmen kooperieren. Man solle dabei sich auch offen zeigen für ganz neue, bisher nicht für möglich gehaltene Zusammensetzungen.

Die Mischung macht’s

Was Offenheit für neue Zusammensetzungen bringen kann, zeigte auch die IIHC selbst, denn bei der Zusammensetzung der Gästeliste schien besonders auf Vielfalt Wert gelegt worden zu sein – nachtaktive Internettüftler trafen auf schneidige Unternehmer und erfahrene Systemlenker. Das Konzept ging auf: In der gediegenen Kulisse des Hotels Adlon entwickelte sich schnell eine lockere und konstruktive Gesprächsatmosphäre zwischen den Teilnehmern des Symposiums. Der Anstoss zum netzwerken war so hoch aufgehängt, dass er sogar zum festen Programmpunkt wurde – beim „Speed-Dating“ fanden die Gesundheitsenthusiasten in zufällig erwürftelten Kombinationen zum Gespräch zusammen.

Rittweger: „Innovation muss sich in Deutschland warm anziehen“

Veranstalter Roman Rittweger zeigte sich im Anschluss zu Recht sehr zufrieden mit seinem Symposium – im Gespräch nannte er uns die Gründe für seine Initiative, Entwickler mit Investoren direkt zu vernetzen: „Die bestehenden ‚Geschäftsbesitzer‘ verteidigen ihre Pfründe mit Klauen und Zähnen und gehen sogar unter Vorwänden gegen Innovation vor. Innovation muss sich in deshalb Deutschland warm anziehen und besonders gut vorbereitet werden.“ Was das schwierige Thema Datenschutz angeht, baut Rittweger nicht auf tatkräftige Mithilfe von Regierungen – er plädiert dafür, eher Ärzte mit an den Hebel zu setzen: „Das System müsste so gebaut werden, dass Ärzte ihren Mehraufwand für den Umgang mit der Technik auch vergütet bekommen und so eine Offenheit entwickeln können, mit der sie erkennen, wie gut wir Daten heute schon schützen können. Außerdem werden sie damit zum Vertrauensgradmesser für den Patienten, der natürlich digitale Medizin besser nutzt, wenn er es von seinem Arzt empfohlen bekommt.“ Auf die Frage ob er glaube, dass der Druck des Patienten letzten Endes den entscheidenden Schub in die Entwicklung geben könnte, sagte uns der Gesundheitsexperte: „Da bin ich zynisch – ich glaube nicht, dass Patienten von sich aus die Leistungen so stark einfordern würden, dass dadurch Druck auf das ganze System ausgeübt wird. Sehr wohl aber könnte es jederzeit passieren, dass jemand mit einem innovativen und leistungsstarken Angebot Patienten für sich mobilisiert. Ein erster Schneeball, der so über den Hand geschoben wird, könnte zur Lawine werden.“

Der Grundstein hierfür könnte durchaus auf einer von Rittwegers Veranstaltungen gelegt werden. Die IIHC ist auf dem besten Wege, sich in Europa zu einer der Top Konferenzen im Bereich digitaler Medizin zu entwickeln. Auch in 2014 wird sie voraussichtlich wieder im gleichen Zeitraum stattfinden.

Analoge vs. Digitale Welt

Ein etwas anderes Parkett bot, ebenfalls in Berlin, die alljährliche re-publica. Im Rahmen von Europa’s größter Internet- und Blogger-Konferenz mit etwa 5.000 Teilnehmern bildet Gesundheit nur ein Nischenthema – der Schwerpunkt liegt hier traditionell eher auf netzpolitischen und gesellschaftsbildenden Inhalten. Die Session von drei Vorstandsmitgliedern des Bundesverband Internetmedizin – Miriam Quentin, Markus Müschenich und Sebastian Vorberg – war dennoch mit etwa 200 Zuhörern gut besucht.

Das durchschnittliche Alter eines re-publica-Besuchers liegt geschätzt bei etwa 30, das Bildungsniveau ist hoch, ebenso wie die Internetaffinität. Erwartungsgemäß ist es bei einer solchen Zielgruppe leichter, sie für das Potential von Internetmedizin zu begeistern – und dafür umso schwerer, die Gründe für eine nach wie vor zögerliche Entwicklung zu vermitteln. Das zeigte auch der Vortrag von Alexander Schachinger, in dem der Graben zwischen Status Quo heute und den sich aufzeigenden Innovationswegen der Zukunft besonders deutlich wurde.

Erfrischend und hoffnungsfroh stimmend hingegend war, wie auch schon in den Jahren zuvor, der Vortrag von Kai Sostmann. Sostmann ist neben seiner Tätigkeit als Kinderarzt an der Berliner Charité auch Leiter des dortigen eLearning Bereichs und somit dafür verantwortlich, dass in einer der größten und traditionsreichsten Kliniken Deutschlands mit dem Thema Internetmedizin offensiv und experimentierfreudig umgegangen wird.

Zeit des Umbruchs

Ein Blick auf die anderen Themen der re-publica offenbart, dass nicht nur im Gesundheitswesen der Clash zwischen alter und neuer Welt immer offensichtlicher wird – und dass es höchste Zeit ist, diese Entwicklung auf politischer Ebene ernster zu nehmen. Auch z. B. das heutige Bildungswesen ist nicht auf eine Welt eingestellt, in der sich Kinder Schulwissen innerhalb kürzester Zeit ergooglen können und sowohl Studenten als auch Auszubildende auf eine Arbeitswelt vorbereitet werden müssen, die ein hohes Maß an Flexibilität und ständiger Neu-Spezialisierung erfordert. Ein Besuch auf der re-publica hilft, eine gewisse Vogelperspektive für das Umbruchzeitalter zu bekommen, in dem wir zur Zeit leben. Dass früher oder später fast jeder Dominostein fällt, also keine Branche und kein Gesellschaftsbereich von den Veränderungen durch das Internet unberührt bleibt, ist mittlerweile mehr als offensichtlich. Die Frage ist dabei immer nur: Wie groß ist der Widerstand und die daraus resultierenden Schäden an alten Strukturen?


Geschrieben von am 30. Mai 2013
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John Sculley: Digital health and dinosaurs – a word of warning

 

Es kann ganz schnell gehen...  Foto: rudis-fotoseite.de/pixelio.de

Es kann ganz schnell gehen…
Foto: rudis-fotoseite.de/pixelio.de

John Sculley, ehemaliger CEO von u. a. Apple und Kodak, hat im Forbes Online-Blog von John Nosta einen Gastbeitrag veröffentlicht, der die gleichen Gedanken vertritt wie unser Blogbeitrag zur Cebit. Er weist auf die Gefahren hin die drohen, wenn Widerstände gegen Innovationen aufgebaut werden. Man kann mutmaßen, dass ein Mann mit jahrzehntelanger Erfahrung in Führungspositionen von Weltkonzernen weiß, wovon er redet.

Auszug:

I believe the consumerization of healthcare holds really big opportunities for breathtaking innovation. It also holds perils for healthcare incumbents who fail to adapt and prepare their companies for non-linear disruption.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.


Geschrieben von am 8. März 2013
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