SpOn zum Ärztestreit über Fernbehandlungsverbot

Im Spiegel Online erschien am 12.11.13 ein längerer Artikel zum Thema Für und Wider Tele- und Internetmedizin. Der Autor Streffen Trumpf beschäftigte sich besonders mit der Frage, wie digitale Medizin helfen könnte, die immer deutlicher werdenden Versorgungslücken zu schließen – Auszug:

„Auf dem Land gibt es kein vernünftiges Breitband“, sagt Infratest-Geschäftsführer Robert Wieland. Dabei werde die gesundheitliche Versorgung immer stärker über Computer stattfinden. „Das ist im Gesundheitssystem erforderlich, um das System überhaupt noch finanzieren zu können.“

Den vollständigen Artikel können Sie unter diesem Link lesen.


Geschrieben von am 14. November 2013
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Medizinanwalt Vorberg: Es gibt kein Fernbehandlungsverbot!

Sebastian Vorberg

In Hinblick auf das Potential von Internetmedizin in Deutschland wird immer wieder auf das Fernbehandlungsverbot und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Entwicklung von Angeboten verwiesen.

BiM-Vorstandssprecher Sebastian Vorberg, im Hauptberuf Fachanwalt für Medizinrecht, vertritt die Ansicht, dass man von einem Fernbehandlungsverbot als solches nicht sprechen kann. Zitat:

Bei der Auslegung der Norm im Hinblick auf ein eventuelles Fernbehandlungsverbot ist jedoch zu beachten, dass entgegen dem ersten Anschein, nicht die Fernbehandlung an sich – sondern nur die Werbung hierfür verboten ist. Eine individuelle ärztliche Behandlung, die nicht auch auf eigener Wahrnehmung an dem zu behandelnden Menschen oder Tier beruht, ist aber auch hiernach – in den oben dargestellten engen Grenzen – zulässig (vgl. Fritzsche, in: Spickhoff, Medizinrecht, 1. Aufl. 2011).

Vorberg beschäftigt sich schon länger mit diesem Sachverhalt und hat in seinem Blog www.medizinanwalt.de mehrere Beiträge dazu verfasst, die Sie hier und hier  nachlesen können. Auch in folgendem Videobeitrag äußert er sich dazu:

 


Geschrieben von am 21. Dezember 2012
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