Die BiM-Linktipps der Woche #10

Martin Schleicher, bekannt als ‘der gesundheitswirt‘, sammelt für uns Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Internetmedizin und stellt uns die spannendsten Links zusammen. Jeden zweiten Dienstag frisch im BiM-Blog!

A startup’s guide to digital health accelerators in Europe

Min-Sung Sean Kim, Partner bei XLHEALTH, dem Berliner Venture Capital Fund mit Spezialisierung auf Startups der IT Gesundheitswirtschaft, hat eine Liste mit Acceleratoren erstellt, die in Europa ansässig sind und für den Bereich Internetmedizin interessant sind. Dabei zählt er mittlerweile 23 „Digital Health“-Acceleratoren. Weiterlesen →

Mobile World Congress 2016: Berliner Startup Mimi Hearing gewinnt Mobile Premier Awards

Zum zehnten Mal fanden in Barcelona die Mobile Premier Awards statt. Den Big Impact Award gewann das Digital Health Startup Mimi Hearing, welches sich auf das Testen des Hörvermögens spezialisiert hat und den Kopfhörer ohrschonend einstellt. Der Award steht für Apps, die den größten gesellschaftlichen Einfluss haben. Weiterlesen →

Digitaler Helfer: Erste Diabetes-App mit vollautomatischem Datenimport auch aus Insulinpens

Weniger Aufwand, mehr Sicherheit – mit der kostenlosen ESYSTA-App von Emperra, dem Digital Health Startup aus Potsdam, können Menschen mit Diabetes ab sofort Blutzuckerwerte, verabreichte Insulindosen sowie Broteinheiten schnell und einfach dokumentieren. Bei Patienten, die das gesamte ESYSTA-System nutzen, werden die Daten aus dem Insulinpen und dem Blutzuckermessgerät vollautomatisch in die App übertragen. Als Medizinprodukt nach CE (DIN EN ISO 13485) mit Anbindung an ein Onlineportal können die Daten dem Diabetesteam zur telemedizinischen Betreuung zur Verfügung gestellt werden. Weiterlesen →

DeepMind soll helfen, Leben zu retten

DeepMind engagiert sich jetzt auch im Gesundheitswesen: Google’s Profis für Künstliche Intelligenz haben angekündigt, eine ganze Reihe von Tools zu entwickeln, die Klinikpersonal bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen sollen. Den Anfang macht die iPhone-App „Streams“. Sie soll Patienten mit einem hohen Risiko für Nierenversagen identifizieren und die Info dann schnellstens weiterleiten. Weiterlesen →

60 Prozent der Großunternehmen treiben digitale Transformation nicht ernsthaft voran

Nur in 6 Prozent der deutschen Großunternehmen nimmt die digitale Transformation den höchsten Stellenwert der Entscheider ein. Als Haupthindernis nennen die Befragten die Verteidigung bestehender Strukturen, die fehlende Zeit und die fehlende Erfahrung bei nutzerzentriertem Vorgehen. „Wer jetzt nicht digitalisiert, überlässt die Wertschöpfung den großen Technologiekonzernen wie Google, Amazon oder Apple oder auch ganz neuen digitalen Angreifern, die in den Markt drängen“, mahnt Philipp Depiereux, Geschäftsführer der Digitalberatung etventure, die Zurückhaltung deutscher Konzerne an. Weiterlesen →

Samstagsessay: Die Verweigerung

Das deutsche Gesundheitssystem erfüllt die Ansprüche des modernen Verbrauchers längst nicht mehr. Der Abstand zur digitalen Vielfalt außerhalb wächst beinahe stündlich. Der mit den neuesten Produkten ausgerüstete Patient 2.0 erlebt Anbieter, die den Schritt in die Digitalisierung seit Jahren planen, aber ihn niemals tun und sich sogar verweigern. Dafür gibt es zwei entscheidende Gründe. Weiterlesen →


Geschrieben von am 8. März 2016
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Digitaler Binnenmarkt für Europa

In einem Strategiepapier aus dem Mai diesen Jahres zeigt sich Jean-Claude Juncker überzeugt von der Notwendigkeit, einen digitalen Binnenmarkt in Europa zu schaffen. Seinen Statements aus dem Frühjahr 2015 folgt jetzt die gemeinsame Erklärung anlässlich der deutsch-französischen Konferenz zur Beschleunigung des digitalen Wandels in der Wirtschaft für Europa.

Deutsch-Französische Erklärung zum Digitalen Binnenmarkt in Europa

Die Bedeutung eines digitalen Binnenmarkts in Europa für die Internetmedizin betrifft dabei gleich mehrere Dimensionen. Vorstand im Bundesverband Internetmedizn e.V. Dr. Markus Müschenich ist Managing Partner von Flying Health und reiste auf Einladung des Bundeswirtschaftsministeriums nach Paris. Er bringt spannende Eindrücke mit, die über die eigentliche Erklärung hinaus gehen. Neben dem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, war auch Angela Merkel vor Ort. Das unterstreicht, dass das Thema der Bundesregierung trotz aktueller innenpolitischer Probleme, wichtig ist.


Wer oder was ist der Europäische Binnenmarkt?


Die nächsten Jahre erwarten wir eine Aufbruchstimmung in der Gesundheitswirtschaft. Sie wird die zunehmend die teils aktive Zurückhaltung einiger Akteure in Frage stellen. Die Gesundheitswirtschaft wird sich dem digitalen Wandel stellen, weil die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden. Die Gesundheitsversorgung wird sich stärker mit anderen Branchen verzahnen und die Patienten selbst werden in den Veränderungsprozess einsteigen.

Der noch schwer fassbare wirtschaftliche und gesellschaftliche Wert von Anwendungen z.B. im Bereich Big Data, soll nach Wunsch beider Länder vor allem im Bereich der Gesundheitsversorgung im Rahmen von Leuchtturmprojekten sichtbar gemacht werden. Die Erklärung sieht hier priorisierten Handlungsbedarf.

Die Gesundheitswirtschaft birgt die größten Potenziale, da Big Data helfen kann, die Gesundheitsversorgung der europäischen Bevölkerung kostengünstiger und effektiver zu gesalten.

Ein besonderes Gewicht wird dabei auf die Entwicklungsmöglichkeiten von Start-Ups gelegt, die sich als Mitglieder über den Bundesverband Internetmedizin organisieren. Die besondere Bedeutung von Start-Ups wird für alle Branchen erkannt. Jüngst brachte es Deutsche Bank Chef John Cryan für sein Unternehmen und seine Branche auf den Punkt. In seiner ersten Pressekonferenz anlässlich der Probleme des Unternehmens attestierte er dem eigenen Haus, der digitale Wandel sei in seiner notwendigen Form nicht ohne die Hilfe innovativer Partner aufzuholen.

Die Beweglichkeit und der Mut der Start-Ups, disruptive Lösungen für den Gesundheitsmarkt zu erschließen, muss gefördert werden. Dazu braucht es Plattformen, die etablierte Player im Gesundheitswesen mit den Start-Ups zusammenbringen. Der Bundesverband Internetmedizin ist eine solche Plattform.

Einen persönlichen Bericht von Dr. Markus Müschenich zu den Erkenntnissen der Pariser Konferenz dürfen gleichfalls etablierte und neue Mitglieder im Bundesverband Internetmedizin bei Ihrer Mitgliederversammlung am 02.12.2015 erwarten.


Geschrieben von am 30. Oktober 2015
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