Medizinanwalt Vorberg: Es gibt kein Fernbehandlungsverbot!

Sebastian Vorberg

In Hinblick auf das Potential von Internetmedizin in Deutschland wird immer wieder auf das Fernbehandlungsverbot und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Entwicklung von Angeboten verwiesen.

BiM-Vorstandssprecher Sebastian Vorberg, im Hauptberuf Fachanwalt für Medizinrecht, vertritt die Ansicht, dass man von einem Fernbehandlungsverbot als solches nicht sprechen kann. Zitat:

Bei der Auslegung der Norm im Hinblick auf ein eventuelles Fernbehandlungsverbot ist jedoch zu beachten, dass entgegen dem ersten Anschein, nicht die Fernbehandlung an sich – sondern nur die Werbung hierfür verboten ist. Eine individuelle ärztliche Behandlung, die nicht auch auf eigener Wahrnehmung an dem zu behandelnden Menschen oder Tier beruht, ist aber auch hiernach – in den oben dargestellten engen Grenzen – zulässig (vgl. Fritzsche, in: Spickhoff, Medizinrecht, 1. Aufl. 2011).

Vorberg beschäftigt sich schon länger mit diesem Sachverhalt und hat in seinem Blog www.medizinanwalt.de mehrere Beiträge dazu verfasst, die Sie hier und hier  nachlesen können. Auch in folgendem Videobeitrag äußert er sich dazu:

 


Geschrieben von am 21. Dezember 2012.
Kennzeichnung: , ,

Kommentar schreiben

Kommentar