Rückblick: Fachlehrgang digitale Medizin 20. und 21. März 2018 in Leipzig

Zusammen mit den Gesundheitsforen Leipzig hat der BiM am 20. und 21.3.2018 wieder den Fachlehrgang digitale Medizin angeboten.

Rund 40 Teilnehmer haben angeregt, interessiert und engagiert an der Veranstaltung teilgenommen.

Der erste Tag startete erst am Abend mit einer Startup-Runde im Kaminzimmer der Foren. Es stellten sich vier Startups (GYANT, Vivy, Care for Cancer, Kinderheldin) und ein Kassen-Startup-Programm (Healthy Hub) vor. Bereits in dieser Runde wurde klar, welche Qualität die digitale Medizin inzwischen erreicht hat. Professionelle Präsentationen mit atemberaubenden Produkten von Patientenplattformen über Krebsvorsorgeprogramme hin zu künstlicher Intelligenz zeigten, dass die Internetmedizin kein Spielzeug, sondern ernst zu nehmende Medizin ist.

Am zweiten Tag wurde dieser Eindruck durch die unterschiedlichen Erfahrungsberichte einiger Projekte und Dienstleister noch einmal verstärkt. Die Datenschutzbeauftragte des Landes Niedersachsen punktete mit Charme, Empathie und zielgerichtetem Engagement. In der Praxis ist die Aufsicht des Datenschutzes aber noch in der Probezeit.

Die pronova BKK berichtete von ihrer Transformationsstrategie und ließ dabei keinen Ansatz aus den relevanten Lehrbüchern aus. Ob eine so detaillierte Planung in der Praxis eine Chance hat, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

Außerdem erfuhren die Teilnehmer, dass in der der digitalen Krankenversicherung „Ottonova“ aufgrund der internationalen Streuung der Mitarbeiter nur englisch gesprochen wird. Deutsche Bürokratie wird einfach umgangen, indem die Fernbehandlung dann eben aus der Schweiz importiert wird.

Der Goldstandard in Arzt-Patienten-Systemen liegt in der Cloud, bei voller Gewährleistung des höchsten Anspruches an den Datenschutz, berichtete Jochen Brüggemann von RED Medical Systems.

D+S 360° berichtete von einer Studie zu Patientenprogrammen insbesondere von Pharmaunternehmen und konnte keine guten Zeugnisse ausstellen. Noch fehlt den Programmen häufig der effektive Patientenbezug.

Zum Abschluss versuchten die Projektplaner und -Begleiter D+S 360°, Brandrelation und Vorberg.Law noch einen Standard zu entwickeln, wie die Transformation in Rahmen der Digitalisierung in der Medizin erfolgsversprechend ist. Im Ergebnis verständigten sich alle Beteiligten darauf, dass eine Transformation zumindest einen Ansatz von Strategie- und Identitätsarbeit bedarf, um in der Praxis nicht die Orientierung zu verlieren.


Geschrieben von am 18. April 2018


Das Recht des Patienten auf Datenübermittlung geht der Schweigepflicht in allen Fällen vor

Immer mehr Patienten-Programme und -Plattformen versuchen dem Patienten durch Datenvernetzung einen Mehrwert zu bieten. Die Anfrage nach Übermittlung von Patientendaten beim Arzt oder Krankenhaus  wird dabei immer wieder mit der Begründung abgelehnt, dass die strengen Vorgaben der Schweigepflicht eine Übermittlung verhindern.

Jedoch gilt die Schweigepflicht nur bei der Übermittlung der Patientendaten an Dritte. Will der Patient selber seine Daten z.B. über eine digitale Plattform nutzen, so fragt er ja nur seine eigenen Daten ab. Für diese Übermittlung gilt die Schweigepflicht nicht. Vielmehr gilt hier das Recht des Patienten auf hürdenfreie Herausgabe seiner eigenen Daten.

Die neue Datenschutzgrundverordnung stellt in Artikel 20 dabei sogar noch ausdrücklich klar, dass auch dem Dienstleister des Patienten diese Daten ohne Behinderung herauszugeben sind. Daher kann bei der Übermittlung von Daten an Patientenplattformen keine Schweigepflicht geltend gemacht werden. Die Daten sind ohne Behinderungen und in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format an die Plattform oder an die App des Patienten herauszugeben.

BiM-Vorstandssprecher Sebastian Vorberg

 


Geschrieben von am


Die Lösung zur Datenschutz-Grundverordnung am 25.5.2018

Am 25.5.2018 tritt die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) in Kraft. Insbesondere Unternehmen die mit der Datenverarbeitung von sensiblen Gesundheitsdaten befasst sind, werden sich auf die differenzierteren und strengeren Regelungen im Datenschutz vorbereiten müssen.
BiM hat zusammen mit dem Sachverständigen für Datenschutz Mike Peter und Rechtsanwalt Vorberg ein Konzept für eine entsprechende Prüfung und Unterstützung der Unternehmen der Internetmedizin in diesen Fragen entwickelt. Gekrönt wird der erfolgreiche Durchlauf des Konzeptes durch die Unternehmen mit der Verleihung des aussagekräftigen Zertifikats „EU-DSGVO approved“.

Hier geht es zur Konzeptzusammenfassung!


Geschrieben von am 20. Februar 2018