4. Bayerischer Tag der Telemedizin: „Nach vorne schauen“

Am 11.05.2016 in München findet der 4. Bayerischen Tag der Telemedizin statt. Im Fokus des Kongresses stehen insbesondere Startups, Ideenträger und Gründer, die mit innovativen Ideen und Entwicklungen die etablierten Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen beeinflussen werden.

Neben Fachvorträgen von Experten unterschiedlicher Disziplinen, findet wieder eine Preisverleihung für innovative Ideen und Konzepte statt. Der Bayerische Innovationspreis Gesundheitstelematik 2016 wird von der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege überreicht und ist mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 3.000€ dotiert, welches unter den besten drei Einreichungen aufgeteilt wird. Darüber hinaus haben Teilnehmer die Möglichkeit Expertenmeinungen und Ratschläge im Rahmen des Speeddatings (nicht öffentlich) einzuholen. Der Eintritt zum 4. BTT ist kostenlos.

Die Bewerbungsphase für diesen Preis läuft noch bis zum 31.03.2016 um 23:59 Uhr. Wir laden Sie hiermit ausdrücklich ein, sich für den Bayerischen Innovationspreis Gesundheitstelematik 2016 zu bewerben und würden uns sehr freuen, wenn wir Sie als Teilnehmer gewinnen könnten. Zusätzliche Informationen sowie die Bewerbungsunterlagen zum Download finden Sie hier.

Selbstverständlich würden wir uns auch freuen, Sie als Gast bei unserem Kongress begrüßen zu dürfen. Nähere Informationen zum 4. Bayerischen Tag der Telemedizin sowie ein ausführliches Programm finden Sie auf unserer Webseite unter http://www.telemedizintag.de/.

Die Teilnahme ist kostenlos. Zur Veranstaltung anmelden können Sie sich hier.

 

Ihr Team der Bayerischen TelemedAllianz
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Bayerische TelemedAllianz (BTA)

c/o Dr. Siegfried Jedamzik UG (haftungsbeschränkt)
Oberer Grasweg 50a
85055 Ingolstadt
Tel.: 0841-3791639
Fax: 0841- 88537120
E-Mail: schneider@telemedallianz.de
Web: www.telemedallianz.de

Dr. Siegfried Jedamzik UG
Registergericht Ingolstadt HRB 6386

http://www.telemedizintag.de/

 


Geschrieben von am 30. Dezember 2015


Die BiM-Linktipps der Woche #51

Martin Schleicher, bekannt als ‘der gesundheitswirt‘, sammelt für uns Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Internetmedizin und stellt uns die spannendsten Links zusammen. Jeden zweiten Dienstag frisch im BiM-Blog!

Viele Medical Apps sind unsicher – ePrivacy-Studie weist deutliche Mängel bei Datensicherheit und Datenschutz nach

Zwischen August und November 2015 führte das Unternehmen ePrivacy umfangreiche Laboruntersuchungen durch, bei denen der Schutz und die Sicherheit von Daten bei rund 140 Medical Apps aus dem Bereich E-Health analysiert wurden. Die Prüfungen bezogen sich u.a. auf die Verfügbarkeit der Datenschutzerklärung, den Einsatz von SSL-Verschlüsselung und anderen Sicherheitsmaßnahmen, die Analyse des ein- und ausgehenden Datenverkehrs und Social Engineering. Die Ergebnisse sind niederschmetternd und weisen auf einen dringenden Handlungsbedarf bei Anbietern von Medical Apps hin. Weiterlesen →

10-Punkte-Agenda: Berlin auf dem Weg zur Digitalen Hauptstadt

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat eine 10-Punkte-Agenda vorgestellt, mit der Berlin zur digitalen Hauptstadt gemacht werden soll. In zwei Punkten des Programms kommt das Thema E-Health vor: 1. Berlin schafft 30 neue IT-Professuren (u.a. zum Thema E-Health und Smart Medical Data) und 5. Der Wissenschaftsstandort Berlin stärkt seine E-Health-Kompetenz (Aufbau der digitalen Patientenakte, internationale Stärkung der Berliner Gesundheitswirtschaft). Weiterlesen →

Google Life Sciences wird unter Alphabet jetzt zu Verily

In einem Video hat Google die Umbenennung seiner Abteilung für Life Sciences verkündet: Im Gefüge der neu gegründeten Alphabet-Holding soll die Abteilung jetzt unter dem Namen Verily als unabhängiges Medizinforschungsunternehmen geführt werden. Das interdisziplinäre Ziel bleibt nach wie vor, Zeichen von Krankheit, aber auch von Gesundheit besser identifizieren zu können. Weiterlesen →

hub conference 2015: Game-Changing in Healthcare

Auf der hub conference in Berlin wurden mehrere Sessions zum Thema Digital Health angeboten. Die Diskussionsrunde „Game-Changing in Healthcare“ mit Johannes Jacubeit (connected-health), Max Müller (DocMorris) und Florian Weiß (Jameda), moderiert von Min-Sung Sean Kim (XLHEALTH), beschäftigte sich mit der Frage „Wie werden digitale Gesundheitsinnovationen die Beziehung zwischen Patienten und Ärzten oder Patienten und Apothekern verändern?“. Weiterlesen →

Medizin-Apps: So funktioniert der Gesundheits-Check per Smartphone

Apps erobern die Medizin – sogar bei schwersten Leiden wie Krebs oder Aids sollen die digitalen Heiler helfen. Was fehlt, ist Orientierung. Um sich dennoch im App-Dschungel zurechtzufinden, helfen drei Fragen: Wie gut ist das medizinische Konzept der Gesundheits-App? Wer ist der Anbieter? Was passiert mit den Daten? Weiterlesen →


Geschrieben von am 16. Dezember 2015
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AOK Nordost tritt als erste Gesetzliche Krankenkasse dem Bundesverband Internetmedizin bei

Als erste gesetzliche Krankenkasse tritt die AOK Nordost dem Bundesverband Internetmedizin (BiM) bei. „Die AOK Nordost beschreitet aktiv das neue Zeitalter der Internetmedizin“, so Sebastian Vorberg, Vorstandssprecher des Bundesverbandes Internetmedizin. „Wir gewinnen einen Versorgungs-Spezialisten für den BiM, mit dem wir die Qualität der Internetmedizin im Sinne der Patienten voranbringen werden.“

Sinnvolle neue internetmedizinische Angebote rund um Gesundheit und Krankheit zu erarbeiten, ist eines der gemeinsamen Ziele des Bundesverbandes Internetmedizin und der AOK Nordost. „Wir wollen das Know-How der AOK Nordost nutzen, um auch die Qualitätsstandards von Services in der Internetmedizin zu verbessern und so den Menschen eine Übersicht und mehr Sicherheit bei der Anwendung von Apps und Co. zu geben“, so Vorberg.

Die AOK Nordost die größte Krankenkasse in der Region Nordost. Sie betreut rund 1,75 Millionen Versicherten in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Der Bundesverband Internetmedizin (BiM) setzt sich dafür ein, dass in Deutschland die Inter-netmedizin mit allen Beteiligten und insbesondere mit dem kostbaren Know-how und der Un-abhängigkeit der approbierten Ärzte voran gebracht werden kann. BiM bietet dazu Leistungs-erbringern, Kostenträgern und Anbietern von internetmedizinischen Leistungen eine Plattform in unmittelbarem Zusammenwirken mit der Ärzteschaft.

Pressekontakt
Bundesverband Internetmedizin e.V.

Frank Stratmann (Pressesprecher & Community Manager)
c/o Vorberg & Partner – Rechtsanwälte und Steuerberater, Vorsetzten 41, 20459 Hamburg
Tel. (0160) 94736640 | frank@betablogr.de


Geschrieben von am 5. Dezember 2015


Die BiM-Linktipps der Woche #49

Martin Schleicher, bekannt als ‘der gesundheitswirt‘, sammelt für uns Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Internetmedizin und stellt uns die spannendsten Links zusammen. Jeden zweiten Dienstag frisch im BiM-Blog!

Ärzte wünschen sich Innovationen bei Therapiebegleitprogrammen

Viele Pharmaunternehmen bieten ihren Patienten sogenannte Begleitprogramme zur Therapieunterstützung an. Das Ziel: Die Sicherstellung des Therapieerfolgs durch eine Unterstützung der Adhärenz, also der tagtäglich verordnungsgemäßen Medikamenteneinnahme. Doch entsprechen diese Programme den Bedürfnissen der Praxis? Und ist das quartalsweise Telefonat im Jahr 2015 noch zeitgemäß? In einer Studie mit 100 Neurologen ist smartpatient diesen Fragen nachgegangen. Das Ergebnis: Die Ärzte schätzen die Initiative der Industrie als grundsätzlich hilfreich ein, sehen aber großes Verbesserungspotenzial. Weiterlesen →

Talkitt gewinnt MEDICA App COMPETITION

Im Rahmen der Medica 2015, der weltgrößten Medizinmesse, wurde bereits zum vierten Mal der Wettbewerb „MEDICA App COMPETITION“ um die beste Medical App ausgetragen. Diesjähriger Sieger ist die App „Talkitt“ des israelischen Entwicklerteams Voiceitt. Die App richtet sich an Menschen mit Sprach- und Stimmproblemen und ermöglicht eine bessere Verständigung. Auf dem zweiten Platz landete die App „Smoke Watchers“ aus Frankreich und auf dem dritten Platz die Medical App „MobileODT“ zusammen mit einem Kamera-Spezialaufsatz. Weiterlesen →

Tinnitracks kooperiert mit Fraunhofer IDMT und setzt Individualisierung der Therapie-App fort

Tinnitracks hat auf der Medica seine Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT vorgestellt. Damit soll die digitale Tinnitus-Therapie aus Hamburg noch stärker an die individuellen Wünsche und Bedürfnisse von Betroffenen angepasst werden. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die technologische Therapievoraussetzung für Tinnitus-Patienten, die zusätzlich eine Hörminderung haben, durch eine individuelle Hörunterstützung zu verbessern. Weiterlesen →

Die Finalisten des Innovators‘ Pitch stehen fest

Neun Startups werden am 10. Dezember ihr Geschäftsmodell und ihre Technologie vor dem Publikum der hub conference in Berlin präsentieren. Je drei Minuten bleiben ihnen dabei, eine Expertenjury zu überzeugen, die über insgesamt 15.000 Euro Preisgeld entscheidet. In der Kategorie „Health“ stehen die Startups Medexo, Mimi und VivoSensMedical mit OvulaRing im Finale. Weiterlesen →

Medexo sichert sich Wachstumskapital in Höhe von 1,25 Millionen Euro

Das Berliner Digital Health Startup Medexo stellt mit frischem Wachstumskapital in Höhe von 1,25 Millionen Euro die finanziellen Weichen für eine internationale Skalierung. Philipp Graf von Hardenberg unterstützt mitsamt dem thailändischen Sport- und Gesundheitsunternehmen Thanyapura die Pioniere. Medexo unterstützt Patienten bei der Therapieauswahl durch eine Online-Zweitmeinung. Weiterlesen →

Digital Health Storymap: Ein neues Tool, um digitale Gesundheitsinnovationen zu entdecken

Healthware International und XLHEALTH haben sich zusammengetan, um eine Lösung zu entwickeln, mit der sich Verbraucher bei der steigenden Zahl an Gesundheits-Startups und deren Lösungen besser zurechtfinden. Das Ergebnis: Die Digital Health Storymap. In einfacher Art und Weise können sich die Nutzer durch die digitalen Gesundheitslösungen navigieren und diese entdecken. Vorgestellt wurde die Storymap bei den Digital Health Days in Stockholm. Weiterlesen →


Geschrieben von am 1. Dezember 2015
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SERVIER Deutschland GmbH tritt dem Bundesverband Internetmedizin bei

SERVIER, ein forschendes Pharmaunternehmen tritt als neues Mitglied dem Bundesverband Internetmedizin (BIM e.V.) bei. SERVIER zählt zu den weltweit operierenden innovativen pharmazeutischen Unternehmen.

Lesen Sie hier die ganze Pressemeldung:

SERVIER Deutschland GmbH Firmenvorsstellung


Geschrieben von am


BiM-Mitglied Patientus gewinnt den ‚Zukunftspreis Gesundheitswirtschaft‘

Patientus gewinnt kürzlich den Deutschen Zukunftspreis für Gesundheitswirtschaft 2015.

Pressemitteilung:

http://www.openpr.de/news/879122/Patientus-gewinnt-den-Zukunftspreis-Gesundheitswirtschaft.html

 


Geschrieben von am 24. November 2015


4. BiM-Mitgliederversammlung „Disruptive Veränderung im digitalen Gesundheitssystem“

Am 02. Dezember in der Fabrik 23, Gerichtstraße 23, Hof 3, Aufgang 1, in 13347 Berlin, findet unsere diesjährige Mitgliederversammlung statt.

Wir freuen uns, Sie von 16:00 bis 21:00 Uhr zur 4. BiM-Mitgliederversammlung unter dem Motto „Disruptive Veränderung im digitalen Gesundheitssystem“ begrüßen zu dürfen.

BiM Einladung MV2015


Geschrieben von am 18. November 2015


cyperfection engagiert sich im Bundesverband Internetmedizin

PRESSEINFORMATION

Ludwigshafen, 18. November 2015 – Die zunehmende Digitalisierung des Alltags eröffnet auch neue Chancen für das Gesundheitswesen. So bietet der Bundesverband Internetmedizin (BiM) Ärzten, Krankenkassen und weiteren Spezialisten im Healthcare-Sektor eine übergreifende Plattform, um Krankheiten frühzeitig mit Hilfe von interaktiven Systemen zu erkennen und zu bekämpfen. Zudem treibt der Verband mit seinem Wirken wichtige Themen wie ‚Health 2.0’, ‚eHealth’ und Telemedizin in Deutschland voran  – ab sofort unterstützt durch das neue Mitglied cyperfection aus Ludwigshafen.

Neben der Möglichkeit, wichtige Themen der Internetmedizin auszubauen, reizt die Digitalagentur noch ein weiterer Aspekt an der Mitgliedschaft im BiM, wie Georgios Manolidis, Geschäftsführer von cyperfection, erklärt: „Für uns bietet der Verband eine ideale Plattform, um das Thema ‚Patientenkommunikation’ weiterzuentwickeln. Wir glauben, dass Patienten gleichberechtigt mit allen anderen Beteiligten interagieren sollten und ihre Erfahrungen in der Entwicklung der Internetmedizin einbringen müssen. Nur so kann das bestmögliche Gesundheitssystem entstehen.“

Dazu bringen die Spezialisten für digitale Markenkommunikation ihr langjähriges Know-how aus Projekten für Kunden wie Roche Diagnostics, Roche Pharma, Parsagen Diagnostics, Actelion u.a. in die Arbeit des BiM ein. Immer mit dem Ziel, die Möglichkeiten der Digitalisierung in echte Vorteile für Patienten und Unternehmen umzuwandeln.

Über cyperfection:

Die cyperfection gmbh, Ludwigshafen, wurde 1996 gegründet und zählt mit fast 20 Jahren Online-Erfahrung zu den Pionieren der Kommunikationsagenturen für neue Medien. Das Team aus 40 Mitarbeitern hat sich auf die Entwicklung von Marken im digitalen Raum spezialisiert und entwickelt hierzu Digital- und Kommunikationslösungen, die von der App, über Portal- und E-Shop-Lösung bis hin zu integrierten Marken- und Kommunikationskampagnen reichen.

Pressekontakt:

cyperfection gmbh
Eva Ciuman
Im Zollhof 1
67061 Ludwigshafen
Tel.: 0621 587104-0
ciuman@cyperfection.de

Pressemitteilung-cyperfection-Beitritt-BiM


Geschrieben von am


Erster Fachlehrgang Internetmedizin in Hamburg

Krankheiten mithilfe des Internet vorbeugen, erkennen und behandeln? Für viele scheint das noch eine romantische Vorstellung zu sein, die höchstens als Utopie dienlich sein kann.

Nicht für die Teilnehmer des ersten Fachlehrgangs Manager/-in Internetmedizin. Die waren mit einer wagen Vorstellung und konkreten Fragen der Einladung des Bundesverbands Internetmedizin e.V. gefolgt. Der jetzt erstmals durchgeführte Fachlehrgang Internetmedizin zeigt, dass die Zukunft bereits begonnen hat.

Eine Teilnehmerin ist Ärztin, die bereits eine eigene App einsetzt und Ihren Patienten so eine besondere Form der Anamnsese ermöglicht. Auch dabei Vertreter einer großen, gesetzlichen Krankenversicherung, die bei dem Thema Versorgungsmanagement ins Schwärmen geraten. Schließlich verspricht das Internet mit seinen kooperativen und kollaborativen Eigenschaften einiges, um mithilfe digitaler Vernetzung die Sektorengrenzen zu überwinden. Außerdem eingeladen war eine Studentin, die Ihre Abschlussarbeit mit Blick auf die Arztpraxis 4.0 verfasst und auf dich für das Thema ausgerechnet während eines Praktikums in der Automobilindustrie begeistert. Die Arztpraxis der Zukunft wird eine andere sein.

Warum es diesen Lehrgang Internetmedizin braucht

Internetmedizin kommt und muss in bestehende Strukturen eingebaut werden. Erste Therapien sind schon auf dem Smartphone angekommen. Das Internet bietet die Chance, Medizin neu zu denken.

Der Lehrgang kommt früh. Doch er kommt zur rechten Zeit. Sebastian Vorberg und Dr. Markus Müschenich hatten die Idee, die ersten Erfahrungen im Umgang mit der Medizin aus dem Netz und daraus resultierende Tugenden und Handlungsperspektiven mit den Teilnehmern eines Fachlehrgangs zu teilen. Beide sind Gründungsmitglieder des Bundesverbands Internetmedizin, der als Veranstalter eingeladen hatte. Und beide bringen die nötigen Erfahrungen mit, weil sie die ersten waren, die der Medizin aus dem Netz die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen gaben, indem sie Anbietern dabei halfen, die Fallstricke im deutschen Gesundheitswesen zu erkennen und zu überwinden.

Angebote wie Caterna, DrEd oder Tinnitracks finden heute Ihre Patienten, die auch Nutzer internetbasierter Applikationen sind. Zwei der drei genannten rechnen Ihre Leistung bereits über gesetzliche Kostenträger ab, was eindrucksvoll zeigt: Da kommt was auf uns zu, das nicht mehr aufzuhalten sein wird, weil es schon da ist.

Der von Leistungserbringung getriebene erste Gesundheitsmarkt macht einen großen Bogen um Schlagwörter wie Digital Health, Health 2.0 oder eben Internetmedizin. Zu weit weg scheinen diese Lösungen vom Alltag in Praxis und Klinik. Im zweiten Gesundheitsmarkt tummeln sich tausende von Apps, die den Alltag der Patienten bereits erobern. Der Bundesverband Internetmedizin e.V. vertritt den Standpunkt, dass es für bestimmte Applikationen nicht ohne Ärzte und Kostenträger geht. Seit dem 01.11.2015 begrüßt der Bundesverband Internetmedizin mit der AOK ein sehr konstruktives neues Mitglied, das sich diesen Themen aktiv annimmt.

Erst jedes vierte Krankenhaus soll über eine digitale Strategie verfügen, postulierte Prof. Heinz Lohmann in einem Facebook Post der letzten Zeit. Auf Nachfrage räumte er ein, es handele sich dabei um Selbsteinschätzungen der Krankenhäuser. Nur so erklärt sich wohl die Zahl, die eingefleischte DigitalHealthWorker mit einem Kopfschütteln zur Kenntnis genommen haben dürften.

Fragen und noch mehr Fragen

Deshalb gibt es den Fachlehrgang Internetmedizin. Er ermöglicht nicht nur Querdenkern in Organisationen des ersten Gesundheitsmarktes, an Konzepten Strategien mitzuwirken, Entscheidungen vorzubereiten und die mittelfristige Entwicklung im Auge zu behalten.

  • Was bietet eine digitale Strategie für Versorgungseinrichtungen?
  • Wie vertragen sich Lösungen, die über elektronische Gadgets direkt die Patienten erreichen mit einer Schulmedizin und Prozessdenken etablierter Gesunheitsdienstleister?
  • Wie passen internetbasierte Gesundheitsdienstleistungen zur Präsenzkultur einer konservativen Leistungserbringung?
  • Welche Hoffnung bietet sich dem Gesundheitswesen, das unter maximalem Leistungsdruck immer noch das beste für Patienten möchte, doch bei Nutzern des Systems administrativ längst an die Grenzen der Akzeptanz stößt.
  • Kann Inernetmedizin verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen?
  • Wo und wie genau werden die Wege kürzer und welche rechtliche und politische Perspektive muss man einnehmen, um die Diskussion um ein Fernbehandlungsverbot aus dem Jahre 1865 neu zu bewerten?
  • Wie geht Diagnose und Therapie mithilfe des Netzes?

Das sind nur einige Fragen auf die der Fachlehrgang Manager/-in Internetmedizin Antworten gab.

Was kommt, was bleibt

Am Ende der beiden Tage waren alle satt. Nicht nur wegen der familiären Atmosphäre während der Mahlzeiten im Umfeld der maritimen Kulisse Nähe Baumwall. Mit Blick auf die ausgemusterte Cap San Diego bestätigten die Teilnehmer dem Verbandsvorstand, nicht mit dieser Vielfalt an relevanten Informationen gerechnet zu haben.

“Da gibt es für mich viel nachzudenken”, sehe ich eine frisch gebackene Managerin Internetmedizin auf dem Weg zum Bahnhof sinnieren. Offensichtlich kommt man bei der Fülle der denkbaren Möglichkeiten für die Medizin von Morgen ins Schwärmen. Was bleibt? Was wird sich ändern (müssen)? Wer verändert eigentlich?

Die Kommunikation im Zeitalter der Internetmedizin bekam sein eigenes Kapitel in der Agenda des Fachlehrgangs. So gab Julia Richter am ersten Tag einen Einblick, was es heißt, mit dem Thema Internetmedizin vor Vertretern der (Fach-)Presse und im Rahmen der internen Kommunikation zu bestehen.

Wer heute kommuniziert baut Netzwerke

Frank Stratmann (das bin ich!) gab Einblicke, wie Netzwerke sich finden und warum sie wachsen, welche Rolle Communities spielen, wie sich die Systematik in der Kommunikation verändert, auch wenn das die Instrumente der etablierten Öffentlichkeitsarbeit nicht über Nacht in Frage stellt. Die Ausläufer eine tektonischen Machtverschiebung hin zum mündigen Patienten ist nicht neu und macht sich gerade bei Lösungen rund um die Internetmedizin bemerkbar. In 10 Jahren werden wir darüber schmunzeln, wie naiv wir waren.

Das griff zuvor auch @DoktorJohannes auf, der mit frischen Eindrücken aus der Sendung “Notfall Krankenhaus” (@mybritillner) zurück nach Hamburg kam. Für ihn ist der Goldstandard :) digitaler Patientenkommunikation das Video. Er berichtete wie es mit ersten Versuchen begann, Bewegtbild einzusetzen, um das Wissen bei Patienten zu stärken. Heute zeigen erste Studien, wie das Format Video die Gesundheitskompetenz stützen kann. Das Video nutzt einen Wirkstoff, der die Aufmerksamkeit und Aufnahmefähigkeit der Patienten stimuliert, wenn es z.B. um wichtige Verhaltensinformationen bei chronischer Erkrankungen geht. Video kann wiederholt, ohne Qualitätsverlust in ruhigen Momenten eingesetzt werden, um komplexe Zusammenhänge zu erklären. Wiederholung ist die Mutter der Pädagogik.

Einleitend hatte Dr. Markus Müschenich am ersten Tag deutlich gemacht, wo heute schon Internetmedizin eine Schnittmenge mit der klassischen Medizin bildet. Sein Ausblick auf die Medizin der Zukunft wurde untermauert mit praktischen Beispielen. So wurde klar, dass es sich bei der Vorstellung, Medizin und Internet gingen eines Tages Hand in Hand, nicht um ein Hirngespinst von einigen Techies oder durchgeknallten Visionären handelt. Künstliche Intelligenz beispielsweise wird schon bald die Spielregeln verändern, wie man zu einem medizinischen Ergebnis kommt. Dr. Watson, der Supercomputer von IBM springt dem Arzt zur Seite.

Jemand, der diese Entwicklungen am Ende des zweiten Tages noch einmal aufgriff, war Dr. Alexander Schachinger, der schon vor einiger Zeit die erste Dissertation zum abstrakten Wesen des ePatienten verfasste und jetzt mit neuen Erkenntnissen zum digitalen Gesundheitsmarkt nach Hamburg kam.

Internetmedizin ist keine Blase

Sebastian Vorberg machte am zweiten Tag sehr deutlich, warum es sich bei der Internetmedizin nicht um eine Blase handelt. Eine einfache Erkenntnis wäre. Das Internet macht zunehmend gesund. Ich weiß. In manchem Leser regt sich Unmut. In Anbetracht einer omnipräsenten Diskussion um die schädlichen Ausläufer digitaler Alltagsentfremdung, wirkt es kühn, zu behaupten, das Internet mache gesund. Außerdem wird sich das Internet wohl kaum in Belange der Chirurgie einmischen. Glauben Sie!? Wenn eine Drohne von Deutschland aus weltweit gesteuert werden kann, denken Sie mal über die Operationstechniken der Zukunft nach. Der Arzt aus Australien der in Heidelberg bei einer Operation mitwirkt ist kein Hirngespinst.

Warum Internetmedizin keine Blase ist

Medizin ist die Lehre der Erkennung und der Bekämpfung von gesundheitlichen Einschränkungen und Leiden. die optimale Medizin ergibt sich aus der Schnittmenge des medizinischen Weltwissens und den individuellen Informationen über den gesundheitlichen Zustand des Patienten. Genau das kann die Internetmedizin leisten. Damit bietet die Internetmedizin einen Lebensnutzen für Menschen, der unabhängig von einem Markt ist. Eine Blase entsteht, wo Märkte sich mit einem Hang zum Selbstzweck überbewerten.

Das Internet ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Jetzt geht es um die Ausgestaltung einer Medizin im Zeitalter des Internet.

Übrigens: Das Internet als technologischer Treiber des “Neuen Marktes”, der Ende 2000 zusammenbrach, ist 15 Jahre später nicht verschwunden. Im Gegenteil. Medizin und Internet bewegen sich aufeinander zu.

Zuerst mischt sich die Internetmedizin dort ein, wo das traditionelle Gesundheitswesen heute krank macht. Sei es, weil Therapieverfahren nicht verändert werden (vgl. Erfolge von Caterna, Tinnitracks) oder weil ein organisatorischer Aspekt die Menschen krank hält. Barrieren werden fallen, Zeit und Raum schrumpfen und bisherige Lösungen sehen wir einfach verschwinden, weil für medizinische Beratungen, Diagnose und Therapien der Weg übers Netz vielversprechender wird.

Letzteres zeigte ein Startup aus Dresden am Abend des ersten Lehrgangstages. Ein Labor, das gerade einmal so groß ist wie ein Zauberwürfel wird an vielen Stellen gebraucht. Nicht nur in Dritteweltszenarien, sondern optional auch im smarten Haushalt der Zukunft, wenn die Fernbehandlung so selbstverständlich geworden ist wie stundenlanges Sitzen in Wartezimmern.

Der wichtigste Gesundheitssektor ist unser Alltag. Das Internet ist Teil der Gesellschaft und damit Teil unseres Alltags. Internetmedizin wird sein Nutzenversprechen einlösen. Sie verbindet Patienten und Ihre Ärzte. Internetmedizin verhindert nicht ärztliche Kunst. Sie stützt sie. Ärzte und Ihre Organisationen sind Teil der Geschichte Internetmedizin.

Mit diesem Anspruch, den die meisten Teilnehmer bereits mitbrachten, ihn jetzt aber deutlicher beschreiben und im Sinne Ihrer Unternehmensziele umsetzen können, schloss der erste Fachlehrgang Manager/-in Internetmedizin in Hamburg, der im Frühjahr 2016 eine Neuauflage erfährt. Anmeldungen lassen sich auch jetzt schon über die Geschäftsstelle platzieren.

Fragen zum Fachlehrgang Internetmedizin beantwortet Ihnen gern die Geschäftstelle Bundesverband Internetmedizin e.V. oder der Autor dieses Beitrags. Kommen Sie gern auf uns zu. Gern übers Netz über von Ihnen bevorzugte Kanäle. Vielleicht über Twitter? Folgen Sie uns unter @BIM_HQ oder BIM_Presse.


Geschrieben von am 13. November 2015


Die BiM-Linktipps der Woche #46

Martin Schleicher, bekannt als ‘der gesundheitswirt‘, sammelt für uns Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Internetmedizin und stellt uns die spannendsten Links zusammen. Jeden zweiten Dienstag frisch im BiM-Blog!

HEALTH 2.0: „Die Transformation wird kommen“

Spirit Link Medical, Healthcare-Agentur mit digitalem Schwerpunkt, ist Mitte des Jahres dem Bundesverband Internetmedizin beigetreten. Pharma Relations hat Markus Hanauer, den Gründer und Geschäftsführer der Agentur, interviewt und mit ihm über die Gründe der Mitgliedschaft und die digitale Transformation im Gesundheitswesen gesprochen. Weiterlesen →

TELEMEDIZIN: DocSofort startet große Crowdfunding-Kampagne

In der Schweiz und in vielen anderen Ländern Europas hat sich die Telemedizin längst etabliert. Deutschland hingegen ist noch ein Entwicklungsland. DocSofort, der erste deutschlandweite Anbieter für Telemedizin für Privatpersonen, möchte dies nun ändern und bietet eine unmittelbare Verfügbarkeit eines Arztes an: rund um die Uhr und von jedem Ort der Welt. Anfang November ist die sechswöchige Crowdfunding-Kampagne von DocSofort bei Startnext gestartet. Weiterlesen →

GESUNDHEITSDATEN: Das Potential von Patientendaten wird unterschätzt

Daten spielen in der Medizin schon immer eine entscheidende Rolle. Wie hoch ist die Körpertemperatur? Der Blutdruck? Der Blutzuckerspiegel? Solche Fragen stellen Ärzte ihren Patienten seit Jahrhunderten. Auch Laborwerte gehören schon lange zu den Daten, auf die sich Ärzte stützen. Neu ist, wie ihnen schnelle Prozessoren und günstiger Speicherplatz dabei helfen können, solche Daten in großem Stil zu sammeln und zu vergleichen. Ein Pilotprojekt am Rand des Schwarzwalds, genauer gesagt im Kinzigtal, zeigt, wie es funktionieren könnte. Dort werden die Patientenakten von rund 3.500 Versicherten zentral und elektronisch geführt. Weiterlesen →

HEALTH-APPS: Wie Patienten ihre Krankendaten selbst verwalten

Mitte 2016 soll sie starten: Die Rede ist von der elektronischen Gesundheitskarte. Ob Funktionen wie der elektronische Medikationsplan wie geplant eingeführt werden, ist noch nicht sicher. Unterdessen fragt sich eine neue Generation von Medizinern, Programmierern und Startup-Gründern, warum das Gesundheitswesen und deren Akteure das Potenzial für eine effizientere Versorgung der Patienten mittels Digitalisierung verschenken – und geht eigene Wege. Weiterlesen →

STUDIE: Erste Vorschau des DGM Reports 2015 verfügbar

Dr. Alexander Schachinger, Gründer und Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens EPatient RSD, veröffentlicht in Kürze den Digitalen Gesundheitsmarkt Report 2015. Beim diesjährigen Report liegt der Fokus auf digitalen Gesundheits-Startups. Eine erste Infografik zu den Innovationspfaden der neuen Generation digitaler Startups gibt es hier, eine Vorschau des Reports hier. Die Pressemitteilung zur Studie wird gegen Ende der Woche veröffentlicht. Weiterlesen →


Geschrieben von am 10. November 2015
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